• Fragen und Antworten

    Windrad Breckerfeld

Energiewende vor Ort

Die AVU als Stadtwerk für die Region Ennepe-Ruhr setzt auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Zur Umsetzung der Energiewende vor Ort gehört auch die Windenergie. Konkret plant die AVU Serviceplus ein Windrad im Süden des Breckerfelder Stadtgebiets.

Hier beantworten wir für interessierte Bürgerinnen und Bürger Fragen, die in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt werden.
Wenn Sie auch eine Frage dazu haben, sprechen Sie uns einfach an.
Ihr Ansprechpartner ist Thorsten Coß, Geschäftsführer der AVU Serviceplus GmbH, Telefon: 02332 73-844, E-Mail: coss@avu.de

FAQ Windrad Breckerfeld

 

Bauherr ist die AVU Serviceplus GmbH, eine 100%-Tochter der AVU für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Geplant wird die Anlage von der WES energy Düsseldorf und gebaut von Enercon und deren Zulieferern und Vertragsunternehmen.
 

Die Höhe entspricht den heutigen Standards. Bei Standorten im Wald muss zwischen Baumwipfeln und Rotorspitze ein Abstand von rund 40 m sein, weil erst ab dieser Höhe der Wind optimal genutzt werden kann. Sichtbar wird eine Anlage bei gutem Wetter im­mer sein und von manchen als störend und von anderen als Zeichen für die Energiewende empfunden werden. Bereits jetzt sind bei gutem Wetter bis zu  20 Windräder aus den Nachbargemeinden von Breckerfeld aus zu sehen.

Grundsätzlich wird eine Windkraftanlage nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) genehmigt und der Antrag an den Ennepe-Ruhr-Kreis versandt.
Bei der Kreisverwaltung Ennepe-Ruhr müssen sich für die Genehmigung folgende Bereiche mit dem Antrag befassen:
Untere Umweltschutzbehörde
Untere Wasserbehörde
Untere Abfallbehörde
Untere Landschaftsbehörde
Untere Bodenschutzbehörde
Untere Bauaufsichtsbehörde
Brandschutzdienststelle des Ennepe-Ruhr-Kreises
Die Stadt Breckerfeld ist als Gemeinde zuständig mit den Bereichen Planungsamt, Straßenbaubehörde und untere Denkmalschutzbehörde.
Auch die Bezirksregierung Arnsberg ist mit diesen Bereichen eingebunden: Arbeits­schutzverwaltung, Bergbehörde, Regionalplanungsbehörde, (Flurbereinigungsbehörde), Regionalforstamt Ruhrgebiet, (Entfernung vom Waldrand/Rotorblattspitze).
Weiterhin müssen diese Behörden und Organisationen berücksichtigt werden:
Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen
Zivile Luftfahrtbehörde
Militärische Luftfahrtbehörde (Wehrbereichsverwaltung West, Düsseldorf)
angrenzende Städte
Bodendenkmalbehörde Olpe (des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe)
ggf. die Städte Ennepetal und Radevormwald als angrenzende Städte
Telekom / Bundesnetzagentur (Richtfunk- und Mobilnetzbetreiber)
AVU Netz GmbH als Strom- und Gasnetzbetreiber
Bundesaufsichtamt für Flugsicherung (BAF), wird von der BezReg Münster beteiligt
Deutscher Wetterdienst (DWD), Offenbach
Landesverband der Naturschutzverbände NRW, Oberhausen

Bei diesem Gutachten geht es um eine mögliche Beeinflussung der Erdbeben-Messstation an der Ennepe-Talsperre. Dieses Gutachten gehört erst seit der letzten Überarbeitung der Genehmigungs-Vorschriften in NRW („Erlass für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen und Hinweise für die Zielsetzung und Anwendung“, kurz: Windenergie-Erlass vom 04.11.2015) zu den Vorgaben. Es gibt bereits sechs Windräder im Oberbergischen Kreis, die näher an der Ennepetalsperre liegen und keine Beeinflussung der Messstation verursachen.

Die AVU Serviceplus muss natürlich die geforderten Auflagen erfüllen und die Genehmigungsunterlagen entsprechend aktualisieren. Das heißt, es geht erst weiter, wenn das seismologische Gutachten und damit das endgültige OK vom EN-Kreis als Genehmigungsbehörde vorliegt.

Es gibt keine generelle Vorschrift für den Abstand zu Wohnhäusern. Windkraftanlagen sind allerdings nur in Außenbereichen einer Kommune erlaubt. Hier gibt es einen Richt­wert: Der Abstand soll das Zwei- bis Dreifache der Gesamthöhe des Windrads (Gesamt­höhe Windrad: 200 m = Abstand: 400 bis 600 m) betragen. Zudem sind  Landschaftsbild sowie kulturelle Belange speziell zu berücksichtigen.
Da der geplante Standort genau innerhalb des o.g. Richtwerts fällt, hat die AVU zusätz­lich ein „Gutachten zur optisch bedrängenden Wirkung“ in Auftrag gegeben, sprich: überprüfen lassen, wie Rotorbewegung und Bau in der Landschaft wirken.
Ansonsten sind die Abstände anhand des Schalls der Anlage festzulegen: Anwohner dür­fen nachts maximal 45 dB(A), tagsüber maximal 60 dB(A) hören – zum Vergleich: ein lautes Gespräch in einem geschlossenen Raum hat 65 dB(A), ein Auto an einer Haupt­straße 75 dB(A).

Die Windenergieanlage wird aufgrund des Bundes- Immissionsschutzgesetzes genehmigt. Für die geplante einzelne Windenergieanlage ist nach diesem Gesetz ein sogenanntes vereinfachtes Verfahren durchzuführen, das eine formelle Öffentlichkeitsarbeit nicht vorsieht. Bei den Planungen für das Windrad in Breckerfeld plant die AVU eine Informationsveranstaltung, um alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu informieren.

Zahlreiche Grundstückseigentümer haben uns angesprochen und Flächen angeboten, weil sie auch ein wirtschaftliches Interesse am Betrieb eines Windrads haben. Mit den Eigen­tümern der betroffenen Flächen haben wir Pachtverträge abgeschlossen.

Für ein Windrad muss von einer Fläche von max. ½ ha (0,4 ha) ausgegangen werden. Das ist die Hälfte eines großen Fußballplatzes. Nach Inbetriebnahme kann jedoch wiederum die Hälfte dieser Fläche begrünt werden.
Für die Erschließung ist eine befestigte Straße notwendig. Diese muss einen tragfähigen Untergrund haben, muss aber nicht asphaltiert werden. Bis auf geringfügige Rangier­flächen ist eine Breite von 4 Meter ausreichend. Beidseitig auf 2 – 3 Meter darf für die Bauzeit von wenigen Wochen kein höherer Bewuchs vorhanden sein, um die ausladenden Bauteile zu transportieren.

Die AVU hat – wie es für Investoren bei Windkraftanlagen üblich ist, für dieses Gutach­ten eine fünfstellige Summe investiert. Da es in Breckerfeld viele Investoren gibt, die In­teresse am Bau von Windkraftanlagen haben, könnten diese, ohne ein eigenes Gutachten erstellen zu lassen aktiv werden. Außerdem enthält jedes Artenschutz-Gutachten sensible Informationen, z.B. zu den Nistplätzen seltener Tierarten. Auch Tierschützer und andere Umweltorganisationen empfehlen daher keine Veröffentlichung. Weiterhin bewegen sich die Kosten für andere Gutachten (z.B. Windhöffigkeiten) im sechsstelligen Bereich.

Die Richtwerte werden selbstverständlich alle eingehalten. Zusätzlich erhalten die Rotor­flügel „Hinterkantenkämme“, um die Schallentstehung noch weiter zu minimieren.
 

Die Flügel von modernen Windrädern werden mit einer speziellen Beschichtung verse­hen, die Lichtblitze (Diskoeffekt) verhindert. Der Diskoeffekt stellt daher kein Problem mehr dar.

Der Strombedarf  im Jahr 2011 betrug für die Gesamtstadt Breckerfeld (Haushalte und Industrie) ca. 35-40 Millionen Kilowattstunden (kWh).
Die jährliche Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen betrug 2014 im gesamten AVU-Netzgebiet ca. 32,9 Mio. kWh (11,5 Mio. kWh Solar, 1,5 Mio. kWh Wasserkraft, 9,3Mio. kWh Bio- und Deponiegas sowie 10,6 Mio. kWh Wind). D.h., dass rechnerisch allein mit erneuerbaren Energien noch nicht einmal der Strombedarf in Breckerfeld regenerativ erzeugt werden kann.

Die Ergebnisse der Energiebilanz der Initiative Energie Effizienz Region EN und die ge­setzlichen Vorschriften zum Bau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie zei­gen eindeutig: Wer erneuerbare Energien im Ennepe-Ruhr-Kreis will, muss Windkraft wollen. Das Potential für die Windkraft wird vorsichtig auf 224.000 MWh/Jahr geschätzt. Das Potential für Solarenergienutzung (nur auf Dachflächen) beträgt für die gesamte Re­gion jedoch nur 663.000 MWh/Jahr (Quelle: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbrau­cherschutz NRW). Außerdem sind die Folgen für die Stromkunden bei einer extrem aus­geweiteten Nutzung von Photovoltaik-Anlagen wesentlich teurer als die relativ geringe­ren Subventionen für Windenergie.
Noch ein Vergleich zum Beitrag von Windenergie und Photovoltaik zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien: Die eine Windkraftanlage in Breckerfeld wird pro Jahr rund 7 Mio. kWh erzeugen – die rund 1.400 Photovoltaik-Anlagen im Netzgebiet der AVU Netz GmbH haben eine installierte Leistung von rund 14 MW und erzeugten in 2013 „nur“ rund 10 Mio. kWh.

Der Standort ist an das übergeordnete Straßennetz für die Bauteiltransporte angebunden. Die jeweilige Baustelle lässt sich sehr gut über einen Wirtschaftsweg erreichen, der ent­sprechend ausgebaut wird.

Laut Auskunft der AVU Netz als zuständigem Netzbetreiber kann die Windkraftanlage ohne großen Aufwand in das Mittelspannungsnetz eingespeist werden. Die Leitungen zwischen dem Windrad und dem vorhandenen Mittelspannungsnetz werden in der Erde verlegt und soweit möglich seitlich entlang vorhandener Wege eingegraben. Die Kosten dafür betragen etwa ca. 80-100 €/m.

Die Windkraftanlage wird mit einer automatischen Brandmeldeanlage und Feuerlösch­anlage ausgestattet.  So kann die Anlage einen Brand selbständig erkennen, ihn in an eine zentrale Leitstelle weitermelden, sich selbst abschalten und den Brand selbständig löschen.

Nach vorläufigen Berechnungen kann die Stadt mit zusätzlicher Gewerbesteuer von ca. 15.000 Euro pro Jahr rechnen, weil das Windrad Betriebskapital der AVU ist. Und das Betriebskapital ist ein Faktor bei der Gewerbesteuer-Ermittlung.

Windkraftanlagen verändern unbestritten die Landschaft. Ob diese Anlagen als schön oder hässlich empfunden werden ist sehr subjektiv. Von den Windrädern gehen jedoch keine störenden Lärm-Emissionen wie beim Güterzugverkehr oder von einer Schnell­straße aus. An der deutschen Küste stehen am Land sehr viele Anlagen. Der Fremden­verkehr wurde davon offensichtlich nicht berührt.
In die vorgeschriebenen Landschaftsverschönerungsmaßnahmen wird die AVU eine ins­gesamt sechsstellige Summe investieren.

Die Gegner der Windkraft in Breckerfeld haben bisher kein Energiekonzept vorgelegt, welches ohne Windkraft, aber auch ohne Nutzung fossiler Brennstoffe oder Atomenergie in Großkraftwerken auskommt. Es ist nicht vernünftig eine umweltfreundliche Technolo­gie völlig abzulehnen und selbst keine Gegenvorschläge für eine regionale Versorgung zu machen.

Geplant ist eine Anlage mit einer Gesamthöhe von 193,25 m. Die Nabenhöhe beträgt 135,4  m und der Rotordurchmesser 115,7  m. Die Leistung liegt bei 3,0 MW.

Seit 2011 wurde der gesamte Ennepe-Ruhr-Kreis intensiv auf geeignete Flächen unter­sucht.  Der jetzige Standort zwischen Landwehr und Glör im Süden des Breckerfelder Stadtgebiets ist das Ergebnis umfangreicher Untersuchungen zur Windhöffigkeit (= Windstärke), Artenschutz und den weiteren gesetzlichen Vorschriften (z.B. Abstands­regelungen). Nach unserer Meinung ist dies der einzige geeignete Standort in Brecker­feld.

Die AVU Serviceplus hat am 28.12.2016 die Genehmigung mit ca. 90 Auflagen erhalten; Darunter sind viele detaillierte Anforderungen, aber auch das noch fehlende seismologische Gutachten.

Die Anforderungen bezüglich Schall, Schatten, optischer Bedrängung, Umwelt- und Artenschutz sieht der Kreis (Genehmigungsbehörde) als erfüllt an.

Die Vorbereitungen zum Bau der Anlage wie zum Beispiel Rodungen dürfen nur innerhalb bestimmter Zeiträume durchgeführt werden, die der Umwelt- und Artenschutz vorgibt.

In den politischen Gremien gab es von allen politischen Parteien Unterstützung für die Pläne. Hintergrund ist auch der Beschluss des Kreistags vom Juni 2011 mit dem Auftrag an die AVU, die Energiewende  und somit auch Stromerzeugung aus Windkraft vor Ort umzusetzen. Der Rat der Stadt Breckerfeld hat bereits im Vorfeld vor der Genehmigung seine Unterstützung für den Bau von Windrädern signalisiert. Flächen zur Errichtung mehrere Windräder gibt es gar nicht – den Beschluss dazu (Ausweisung von Konzentra­tionsflächen) hat die Stadt Anfang dieses Jahres aufgehoben. Damit war der Weg für die Planung von Einzelanlagen frei.

Die Stadt Breckerfeld unterstützt die AVU wie auch jeden weiteren möglichen Antrags­steller bei dem Vorhaben, ein Windrad zu bauen und zu betreiben. Bereits im Mai 2012 haben wir eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen – die Medien haben damals auch darüber berichtet.

Geplant ist eine finanzielle Beteiligung, wahrscheinlich auf Darlehensbasis. Konkrete Gespräche mit der Sparkasse Ennepetal/Breckerfeld gibt es bereits dazu.

Wir tun alles, um die Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Der Natur- und Arten­schutz ist ja ein wesentlicher Bestandteil des Genehmigungsverfahrens. Und im Jahr 2013 hat die AVU bei dem Wittener „Büro Viehbahn und Sell – Landschaftsplanung und Gewässerentwicklung“  ein Gutachten in Auftrag gegeben und im Jahr 2015 aktualisiert. Das Team des Büros besteht aus Biologen, Ökologen, Geographen und Landespflegern und befasst sich seit fast 20 Jahren unter anderem mit Fragen des Artenschutzes. In Kooperation mit dem NABU Ennepe-Ruhr wurden dabei die Populationen von Vogel­arten wie z.B. Rotmilan oder Schwarzstorch über einen Zeitraum von 12 Monaten beo­bachtet, um zuverlässige Aussagen über deren Lebensräume, deren Brutverhalten, bevor­zugte Flugschneisen und Nahrungsquellen zu bekommen.

Wir haben mit Besuchen vor Ort, Besichtigungen anderer, baugleicher Windkraftanlagen in Ostwestfalen und weiteren optischen Gutachten auf die nachvollziehbaren Bedenken der Anwohner reagiert. Wir wissen aber auch, dass ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger in Breckerfeld und anderswo den Ausbau der erneuerbaren Energien gut findet. Auch dieser Bevölkerungsgruppe sind wir verpflichtet und handeln entsprechend.

Die gesetzliche Regelung besagt, dass kein Nachbar mehr als acht Stunden im Jahr und 30 Minuten am Tag betroffen sein darf. Diese Einhaltung wird elektronisch überwacht.

Infraschall ist ein niederfrequenter Schall bis 20 Hertz, der für Menschen normalerweise nicht hörbar ist, aber unter bestimmten Voraussetzungen wahrnehmbar sein kann. Er wird auch von Windrädern erzeugt. Messungen zeigen jedoch, dass von ihnen nur ein sehr kleiner Anteil des in der Umgebung messbaren Infraschalls ausgeht. Der Hauptanteil kommt vom Wind selbst und zwar unabhängig vom Windrad. Schädliche Umweltein­wirkungen durch Infraschall von Windrädern konnten bisher nicht durch wissenschaft­liche Untersuchungen belegt werden. Bereits ab einem Abstand von 250 m von einem Windrad sind im Allgemeinen keine erheblichen Beeinträchtigungen zu erwarten.

Heutige größere Windkraftanlagen im Binnenland haben eine Nennleistung von 2 - 4 MW. Geplant für den Standort in  Breckerfeld ist eine Leistung von 3 MW. Mit einer sol­chen Anlage könnten pro Jahr ca. 7,5 Mio. kWh Strom erzeugt werden.

Für das Windrad werden zunächst ca. 7.000 Quadratmeter Wirtschaftswald gerodet, also deutlich weniger als ein Hektar. Wenn das Windrad gebaut ist, können davon ca. 4.400 Quadratmeter wieder in Gehölzflächen umgewandelt werden. Unter Strich bleibt also ein Verlust von ca. 2.700 Quadratmetern für die Mastfläche, den Weg und den Aufstellplatz für den Kran. Laut Statistischem Landesamt hat Breckerfeld über 2.484 ha Wald. Es handelt sich also um etwas mehr als ein  Prozent der vorhandenen Waldfläche.

Die AVU muss eine Verpflichtungserklärung abgeben, dass die Anlage nach dauerhafter Aufgabe der Nutzung zurückgebaut werden muss. Das ca. vier Meter mächtige Fundament wird wieder bis zu einer Tiefe von 2 Meter entfernt. Die Fläche wird mit Mutterboden wieder aufgefüllt. Der Rest bleibt im Boden. Die mögliche Belastung der Landschaft ist also zeitlich begrenzt.
 

Windkraftanlagen benötigen bereits ab der Bauphase eine Haftpflichtversicherung für Schäden während der Errichtung wie auch während des Betriebs z.B. infolge von Brand oder Eisbruch. Die Prämien dafür sind zurzeit äußerst gering. Man kann also davon aus­gehen, dass nur geringe Schäden bei bereits laufenden Anlagen entstanden sind und Fachleute das Risiko als sehr niedrig ansehen.

Die Windkraftanlage erkennt Eisansatz an den Flügeln automatisch. Durch eine in den Rotoren eingebaute Blattheizung wird drohender Eiswurf vermieden.

Die Argumente der Windkraftgegner sind im Wesentlichen:
- Beeinträchtigung des Landschaftsbildes
- Gefahr für Vögel und Fledermäuse und Eingriffe in den Wald
- Auswirkungen auf das Wild im umliegenden Waldgebiet

Richtig ist, dass für Windkraftanlagen eine Einspeisevergütung bezahlt wird, die auf (fast) alle Stromkunden umgelegt wird. Die Einspeisevergütung wird unabhängig von den Stromverkaufspreisen gezahlt. Je verbrauchernäher solche Anlagen stehen umso geringer ist der notwendige Netzausbau.  Insgesamt ist Windkraft die günstigste Erneuerbare Energie, die zur Verfügung steht.

Als besonders unangemessen sehen wir die Argumentation, dass die Windenergie zwar gut sei – nur nicht bei uns. Andere Regionen sollen einfach mehr von den Anlagen bauen. Das entspricht auch dem St. Florians–Prinzip: Energiewende ja – aber bitte nicht vor meiner Haustür.