Smart Meter - Zähler, die mitdenken

Strom sparen begint mit einem klaren Blick auf den Verbrauch. Einzelne Geräte zu unterscheiden hilft dabei genauso, wie der tägliche Überblick über Verbrauchsschwankungen. Smart Meter stellen dafür Messdaten bereit.

Bereits jetzt baut die AVU Netz GmbH  bei Neubauten und vollsanierten Gebäuden die elektronischen Stromzähler ein, die zu Smart Meter ausgebaut werden können.
Den passenden Tarif variostrom bekommen Sie natürlich auch. Er hilft Ihnen, Ihren Strompreis selbst zu bestimmen und die Umwelt aktiv zu schonen.

Die Smart Meter verschaffen den Stromkunden einen Überblick über den Verbrauch. Die Zähler zeichnen auf, wie viel Energie gerade benötigt wird. So kann man anhand seines protokollierten Verbraucherverhaltens zeitnah erkennen, wo man Energie sparen kann. Beispielsweise lässt sich an einer Tagesaufzeichnung nachvollziehen, wie viel Strom man für den morgendlichen Badaufenthalt genutzt hat oder ob in Abwesenheit durch Geräte in Standby-Modus unnötig Strom verschwendet wird.

Im Juni 2016 hat der Bundestag einen Beschlus zur "Digitalisierung der Energiewende" gefasst. Danach sollen "Smart Meter" flächendeckend in Haushalten und Unternehmen angebracht werden.

Weniger Energie für gleichen Komfort

Der digitale Zähler ist ein Baustein – neben Energieberatung und Förderprogrammen für energetische Sanierungen – um eine höhere Energieeffizienz zu erreichen, wie es die Europäische Union mit der Richtlinie über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen vorschreibt. Die EU-Mitgliedstaaten sind aufgefordert, dem Verbraucher ein energieeffizienteres Verhalten zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist das sogenannte Smart Metering, das intelligente Messen. Die neue Generation der digitalen Zähler erfüllt die entsprechenden Anforderungen. Die Geräte können mit dem Internet verbunden werden und dann die Verbrauchsdaten regelmäßig an den Energieversorger senden. Dort werden die Daten aufbereitet, so dass der Kunde seinen tatsächlichen Energieverbrauch und die Nutzungszeit im Internet abrufen kann.

Genauere Prognosen für die Produktion

Auch für den Energieversorger sind diese Daten von Vorteil. Durch die Kenntnis des tagesgenauen Verbrauchsverhaltens kann er den Stromeinkauf besser planen. Nach der flächendeckenden Einführung kann auch die Verwaltungsarbeit sinken. So müssen die Ableser nicht mehr in die Häuser zu den Zählern, da die Daten digital übermittelt werden. In Zukunft wird es dem Energieversorger sogar möglich sein, dem Kunden – wie beim Handy-Vertrag – Tarifmodelle anzubieten, die sich nach der Tageszeit richten. So könnte es günstiger ausfallen, die Waschmaschine nachts oder am Nachmittag laufen zu lassen, da die Kilowattstunde zu dieser Tageszeit deutlich günstiger ausfällt, als zur Spitzenzeit am Morgen. Der Kunde wird durch diese tageszeitspezifischen Preise, die sich an der Netzlast orientieren, angeregt, energieintensive Geräte zu Tageszeiten zu nutzen, an denen die Energie am günstigsten ist.

AVU ist bereits aktiv

Auch die AVU testet zurzeit verschiedene intelligente Stromzähler und ihre Mess- und Abrechnungssysteme. Und natürlich baut die AVU Netz GmbH bereits bei Neubauten und vollsanierten Gebäuden die elektronischen Stromzähler ein, die zu Smart Meter ausgebaut werden können. Bei Wasser und Gas gibt es noch keine zeitlichen Vorgaben vom Staat.