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Engagement, da wo wir Zuhause sind

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  • Ehrenamt – Mitfühlen und helfen

11.12.2025

Wir tun es aus Überzeugung 

Sie investieren viel Zeit und erhalten keinen Lohn. Schlechter Deal? Die Kolleginnen und Kollegen bei der AVU, die sich ehrenamtlich engagieren sehen das nicht so. Sie profitieren von den Begegnungen mit den Menschen, denen sie helfen – jede und jeder auf seine eigene Weise. Deshalb tun sie es immer wieder… 

 

  • Heimatvorteil

Dirk Locatelli ist da, wenn es zählt

Für viele wäre dieser Job eine enorme Herausforderung: In der Hospizarbeit begleiten Ehren- und Hauptamtliche Menschen auf ihrem letzten Weg. Wir haben Dirk Locatelli
gefragt, wie sich das anfühlt.

Er ist Trauerbegleiter im Hospiz Emmaus in Gevelsberg – eine Arbeit, die für viele unvorstellbar und zugleich von unschätzbarem Wert ist. „Von Freunden höre ich oft: ‚Das könnte ich nicht!”,  erzählt Dirk. „Doch gerade die Momente, in denen man Menschen in schweren Lebensphasen begleitet, können voller Vertrauen, Nähe und auch kleiner schöner Augenblicke sein.“

Für den Vertriebsmitarbeiter der AVU ist es wichtig, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem alle Gefühle Platz haben – Trauer, Freude oder auch ein bisschen von beidem. Er möchte das Thema Hospiz aus der Tabuzone holen, weil jeder und jede viel für den eigenen Umgang mit Verlust und Trauer daraus mitnehmen kann.

Die Motivation für sein Engagement hat persönliche Wurzeln: Als sein Vater schwer krank war, erkannte Dirk, wie wertvoll verlässliche Unterstützung in solchen Momenten sein kann – und wie wichtig es ist, dass auch Männer in der Hospizarbeit aktiv sind. „Manchmal braucht es einfach jemanden, zu dem man als Mann leichter Zugang findet“, erklärt Dirk. Diese Erfahrung brachte ihn dazu, selbst aktiv zu werden.

Besonders am Herzen liegen ihm Kinder, die früh einen Elternteil oder ein Geschwister verloren haben. „Sie spüren die Sorgen der Erwachsenen und leiden oft still in sich hinein. Einfach mal spazieren gehen, zuhören oder eine Konstante sein in der schweren Zeit – das kann schon eine große Hilfe sein“, sagt Dirk.

Für die Hospizarbeit wird man sorgfältig geschult, erhält Supervision und reflektiert regelmäßig die eigene Motivation. Dirk weiß genau, warum er das tut: „Es geht darum, Halt zu schenken, zuzuhören und den Kindern zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.“

Sein Engagement zeigt eindrucksvoll: Mit Zeit, Empathie und Herz kann man in den schwersten Momenten echten Beistand leisten – und Hoffnung schenken, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Selina Baltzer: Kein Kampf, nur Leidenschaft

Es gibt viele Möglichkeiten, Menschen zu unterstützen – Sport ist eine davon. Es geht um Teamgeist, Fair Play, Disziplin, Fitness und natürlich Spaß. Das gilt auch für Selina Baltzer. Wenn sie auf die Judomatte tritt, ist sie in ihrem Element – und das schon seit sie sieben ist. 20 Jahre Judo Club Samurai, zahllose Würfe, unzählige kleine Erfolge der Kinder, die sie trainiert. „Mir ging es nie ums Gewinnen“, sagt sie lächelnd. „Ich habe Judo immer aus Freude am Sport gemacht – und das hat sich ausgezahlt.“ Als Trainerin gibt sie ihr Wissen mit Herz und Humor weiter. „Am schönsten ist es, wenn die Kinder stolz auf sich sind – oder mich um Rat fragen. Dann weiß ich, warum ich das mache.“ 

Auch abseits der Trainingshalle ist sie aktiv: Seit 2018 sitzt Selina im Vereinsvorstand, organisiert Turniere, plant Aktionen – und hat dabei immer Spaß mit ihrer Truppe. Denn für sie zählt nicht der Kampf, sondern das gemeinsame Wachsen. 

Selina Baltzer ist auch in ihrem Job im Einkauf der AVU ganz vorne mit dabei

Rieke Schöneberg: Feuer und Flamme für den Einsatz

Brände, Verkehrsunfälle, umgestürzte Bäume oder die Katze in der Baumkrone: Jetzt ist die Feuerwehr gefragt. Was viele nicht wissen: Rund 95 Prozent aller Feuerwehrleute in Deutschland sind Ehrenamtliche. Eine davon ist AVU-Azubine Rieke Schöneberg. Sie ist seit acht Jahren Feuerwehrfrau mit Leib und Seele. Und wenn irgendwo in Breckerfeld Hilfe gebraucht wird, ist sie zur Stelle. Besonders schätzt sie das Miteinander: „Bei sind Jung und Alt, Menschen aus vielen Ländern aktiv– alle Hand in Hand. Das ist einfach ein tolles Gefühl.“
Zur Feuerwehr kam sie zufällig, als sie bei einem Blaulichttag das „Opfer“ in einer Übung spielte – und sofort wusste: „Das will ich auch! Heute steht sie selbst im Einsatz, Seite an Seite mit Vater und Bruder. 

Nur eine Sache lässt sie bei Einsätzen kurz schlucken: „Ich hoffe jedes Mal, dass ich die Leute nicht kenne.“ Trotzdem ist für sie klar: Ohne Feuerwehr? Unvorstellbar. Denn Rieke brennt – für andere, fürs Anpacken und fürs Wir. 

Rieke Schöneberg brennt – für andere, fürs Anpacken und fürs Wir.

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